"Die S 10 hat zu einem enormen Aufschwung im Bezirk geführt. Wir brauchen diese Vorteile auch für die Region nördlich von Rainbach, und zwar ohne unnötige Verzögerung“, fasst Gabriele Lackner-Strauss, Obfrau der Initiative PRO S 10, die Forderung anlässlich ihrer Wiederwahl als Obfrau zusammen.
Verein PRO S 10 wird kräftige Stimme im UVP-Verfahren erheben
Der Verein Pro S 10 existiert seit 2001 und ist die größte parteiunabhängige regionale Initiative, die sich für einen raschen und leistungsfähigen Ausbau der Mühlviertler Schnellstraße S 10 einsetzt. Er sieht sich als Sprachrohr der breiten Bevölkerung und verfügt über Mitglieder aus allen Bevölkerungsgruppen, wie Bewohner, Wirtschaftstreibende, Landwirte, Anrainer, Verkehrsteilnehmer. Der Verein Pro S 10 setzt sich aber nicht nur für die rasche Fertigstellung der S 10, sondern auch für den Ausbau der Summerauerbahn ein, diese muss rasch wieder in das Zielnetz 2040 des zuständigen Ministeriums und der ÖBB aufgenommen werden.
Der Einsatz vieler regionaler Akteure und des Vereins hat sich gelohnt: Der Abschnitt der S 10 zwischen Unterweitersdorf und Freistadt Nord wurde imDezember 2015 für den Verkehr freigegeben. Seit Ende 2023 läuft der Weiterbau von Freistadt Nord weiter in Richtung Norden, dessen Fertigstellung für den Herbst 2027 geplant ist. Für das letzte, knapp neun Kilometer lange Teilstück der S 10 von Rainbach Nord bis zur Staatsgrenze wird die Umweltverträglichkeitsprüfung im Herbst 2026 stattfinden. Der Plan sieht für 2028 den Baubeginn und für 2031/32 die Verkehrsfreigabe vor. Südböhmen ist mit dem Lückenschluss bis zur Grenze aber um ca. fünf Jahre früher dran als Österreich. Lackner-Strauss appelliert daher an alle Verantwortlichen, die Fertigstellung auch auf Mühlviertler Seite rasch ins Ziel zu bringen.
S 10 hat Wirtschaftsturbo gezündet
Die S 10 zwischen Linz und Freistadt hat schon jetzt den erwarteten Entwicklungsschub für die Wirtschaft weit übertroffen.
"Die S 10 wirkt auf Jahrzehnte als wirtschaftlicher Boost für den Bezirk Freistadt. Damit kann unsere Region die wirtschaftlichen Nachteile aus der vierzigjährigen Randlage am Eisernen Vorhang wettmachen."
Christian Naderer, Obmann der WKO Freistadt
In den letzten 10 Jahren haben mehr als 2.000 Personen einen Betrieb im Bezirk Freistadt neu gegründet. In den letzten 10 Jahren hat nicht nur die Zahl der WKO-Mitgliedsbetriebe von knapp über 3.400 auf über 4.500, sondern auch die Anzahl der gewerblichen Arbeitgeberbetriebe im Bezirk Freistadt von knapp 900 auf mittlerweile fast 1.100 signifikant zugenommen. Sie sichern heute mehr als 11.000 Mitarbeiter:innen ihren Arbeitsplatz. Die S 10 bringt auch wichtige Impulse für den lokalen Tourismus, wobei die Gäste aus beiden Richtungen kommen, zum einen aus dem OÖ Zentralraum, zum anderen aus Tschechien.
Lückenschluss bringt nicht nur wirtschaftliche Vorteile
"Die Bevölkerung und die Wirtschaftstreibenden in der Region sehen ganz klar die Notwendigkeit des Weiterbaues der S 10, um die derzeitigen Nachteile durch die völlig überlastete B 310 beseitigen zu können. Die Vorteile des Weiterbaues der S 10 von Rainbach Nord bis zur Grenze sind eindeutig und überwiegen die damit einhergehenden Nachteile ganz bedeutend. Die Menschen in der Region und auch die regionalen und überregionalen Verkehrsteilnehmer gewinnen ganz deutlich an Lebensqualität, Sicherheit, Zeit, Kostenvorteilen und Umweltentlastung."
KommR Gabriele Lackner-Strauss, Obfrau der Initiative PRO S 10